Endlich Bewegung

14.04.2010

Die deutschen Fach- und Führungskräfte begrüßen, dass mit dem überarbeiten Steuerkonzept der FDP nun eine tragfähige Entscheidungsgrundlage für die Koalition existiert. Gleichzeitig appellieren sie an die Union, ihre demonstrative Blockadehaltung nun aufzugeben.

„Einem Steuertarif mit fünf Stufen, dessen Entlastungswirkung bei einem zu versteuernden Einkommen von 53.000 Euro endet, wird niemand ernsthaft Schlagseite zugunsten der ‚Reichen‘ vorwerfen können“, erklärte Ludger Ramme, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Führungskräfteverbandes ULA.

Der Weg hin zu mehr Pauschalen und weniger Ausnahmen ist der richtige, ebenso dass alle Ausnahmen von der Steuerpflicht in Frage gestellt werden sollen.

Argumentativ nachlegen sollte die FDP hingegen bei ihrer Einschätzung, dass  sich die Steuersenkung durch wachstumssteigernde Effekte zu immerhin 50 Prozent selbst finanziere. Ein allgemeiner  Verweis auf „wissenschaftliche Studien“ dürfte die Skeptiker nur schwerlich überzeugen.
 
Und dass die Arbeitslosenzahl bis zum Ende der Legislaturperiode um eine halbe Million unter der heutigen Quote liegt und allein dadurch zehn Milliarden Euro weniger ausgegeben werden müssten, ist derzeit nur ein frommer Wunsch.

Die Freien Demokraten haben genügend steuerpolitischen Sachverstand in ihren Reihen, um noch konkreter darzulegen, wie und wo sie Einsparpotenziale nutzen wollen.

Dennoch bleibt festzustellen: Endlich kommt wieder Bewegung in die steuerpolitische Debatte!